Weltgebetstag

Details

Weltgebetstagsgottesdienst

Freitag, 1. März 2019, 16:00 Uhr

in der Versöhnungskirche am Bossental

Foto: WGT:e_v_druck

Weltgebetstag 2019

Kommt, alles ist bereit!

Das Land, aus dem in diesem Jahr die Ordnung für den Weltgebetstag kommt, ist Slowenien. Es ist eines der kleinsten und jüngsten Länder der Europäischen Union. Slowenien ist erst seit 1991 unabhängig, und war vorher nie ein eigener Staat. Es war über Jahrhunderte hinweg ein Knotenpunkt für den Handel. Menschen aus aller Welt brachten ihre vielfältigen Traditionen und  religiöse Einflüsse mit. Früher gehörte es zu Jugoslawien und war schon damals der Teil des Landes mit dem größten wirtschaftlichen Fortschritt.  Slowenien ist ungefähr so groß wie Sachsen-Anhalt mit ungefähr zwei Millionen Einwohner ziemlich dünn besiedelt. Die Bevölkerung ist zu 60% katholisch, 2,4% serbisch-orthodox, 2,5% muslimisch und nur 0,9% evangelisch. Nur ca. 21% der Bevölkerung praktiziert ihren glauben.

Das Land ist ein Naturparadies zwischen Alpen und Adria. Vier Großlandschaften prägen den Staat: die Alpen, der Triester Karst, das dinarische Gebirge und die Pannonische Ebene. Es ist von schroffen Felsen und schneebedeckten Bergen, über milde Täler und Hügel bis zur Mittelmeerküste alles vorhanden. Die Hauptstadt ist Ljubljana (übersetzt: die Geliebte). Sie bildet das geografische, politische, kulturelle und gesellschaftliche Zentrum des Landes und hat rund 288.000 Einwohner.

Im Gegensatz zu den brutalen Balkankriegen der Nachbarstaaten gab es in Slowenien nach der Erklärung der Unabhängigkeit nur einen kurzen Kampf von zehn Tagen zwischen der jugoslawischen und der slowenischen Armee. Es wurde eine neue Verfassung nach dem Vorbild der westlichen Demokratien verabschiedet. Sie garantiert die Rechtsstaatlichkeit, Menschen- und Bürgerrechte sowie den Schutz und die Rechte von Minderheiten.

Kommt, alles ist bereit! Mit diesen Worten aus dem Lukasevangelium laden uns die Frauen aus Slowenien zum diesjährigen Gottesdienst zum Weltgebetstag ein. Es ist noch Platz - besonders für alle Menschen, die sonst am Rande der Gesellschaft stehen, wie Arme, Kranke, Behinderte und Obdachlose. Dies wird auch im Titelbild der Künstlerin Rezka Arnuš: Oben am Rand Frauen in verschiedenen Trachten, darunter ein reich gedeckter Tisch, zu dem die ausgegrenzten Menschen kommen. Die slowenischen Frauen laden die ganze Welt zu ihrem Gottesdienst ein, mit offenen Händen und einem freundlichen Lächeln. Der Weltgebetstag ist in ihrem Land noch sehr jung. Erst seit 2003 gibt es ein landesweit engagiertes Vorbereitungs-Team, das dien Gottesdienst in diesem Jahr gestaltet hat.

   
© EVANGELISCHE VERRSÖHNUNGSKIRCHE-KASSEL